Kulturräume

Waggonhallenareal
Marburg

Hier entsteht die Zukunft: Stadtumbau mit Gleisanschluss

Industriebrachenentwicklung
Aufenthaltsqualität
Mobilitätskonzept
Denkmalschutz
Multifunktionalität
Freianlagen
Verkehrsanlagen
Städtebauliche Leistungen
Gutachten

Transformation mit Geschichte

Aus einem ehemaligen Bahnareal wächst in Marburg ein neues urbanes Zentrum. Das Waggonhallenareal ist mehr als ein Freiraumprojekt – es ist ein Schlüsselbaustein einer über zwei Jahrzehnte andauernden gesamtstädtischen Transformation, die wir von Beginn an maßgeblich mitgestalten. Der Ort erzählt von industrieller Vergangenheit, kultureller Gegenwart und einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung – konzipiert aus einem Guss, geplant in Etappen.

Städtebau im Wandel: Konversion als Chance

Die Entwicklung des Waggonhallenareals ist eingebettet in einen langfristigen gesamtstädtischen Strategieprozess: Vor über 20 Jahren begannen wir im Auftrag der Universitätsstadt Marburg mit einer Rahmenplanung für entbehrliche Bahnflächen östlich des Hauptbahnhofs. Daraus gingen fünf neue, eng miteinander verzahnte Quartiere hervor – mit unterschiedlichen Schwerpunkten von Wohnen über Kultur bis zum Landschaftsschutz.

Das Waggonhallenareal ist eines dieser zentralen Konversionsprojekte. Es bündelt kulturelle, soziale und infrastrukturelle Funktionen und verbindet sie mit gestalterischer Qualität und ökologischer Verantwortung.

Ein Ort für Kultur, Arbeit & Aufenthalt

Die planerische Grundlage für die Freianlagen des Waggonhallenareals bildet ein seit 2014 fortgeschriebenes Konzept, das Aufenthaltsqualität, Mobilität und historische Identität miteinander verknüpft. Im Zentrum steht die denkmalgerechte Einbindung ehemaliger Bahnelemente – etwa Gleisstrukturen, Pflasterflächen oder Ortbeton – in eine neue, vielfältige Nutzung. Die Außenräume erschließen nicht nur Theater, Kletterhalle, Energieversorger, Co-Working-Spaces und Gastronomie, sondern machen sie auch lesbar als Ensemble mit Geschichte. Die Fertigstellung des Areals ist für Ende 2026 vorgesehen.

Mobilität im Fokus: Verbindungen schaffen

Besondere Bedeutung kommt dem Projekt im Kontext der gesamtstädtischen Mobilitätsentwicklung zu: Als Resultat unserer Rahmenplanung schuf die Stadt ein zusammenhängendes Netz aus Fuß- und Radwegen entlang der Bahntrasse und der Lahn – inklusive barrierefreier Längsverbindungen, die das Waggonhallenareal mit der Innenstadt und angrenzenden Quartieren verbinden. Diese Routen sind heute essenzielle Bausteine des innerstädtischen Umweltverbunds und tragen zur nachhaltigen Erreichbarkeit des gesamten Quartiers bei.

Planerische Leistungen & Herausforderungen

Wir betreuen für das Waggonhallenareal die Leistungsphasen 1–9 für die Freianlagen sowie die Verkehrsanlagen. Die Planung erfordert ein hohes Maß an Abstimmung mit Denkmalschutz, Nutzer:innen und städtischen Stellen. Altlasten, heterogene Bodenverhältnisse und der sensible Umgang mit dem Bestand – insbesondere bei Baumpflanzungen nach dem Stockholmer Modell – stellten und stellen besondere Herausforderungen dar. Zugleich ermöglicht die Planung innovative und nachhaltige Lösungen: durch Entsiegelung, Retention, ökologische Bepflanzungen und die Wiederverwendung historischer Baumaterialien.

Konversion als Motor nachhaltiger Stadtentwicklung

Das Waggonhallenareal steht für ein zukunftsweisendes Verständnis von Stadterweiterung: Es zeigt, wie aus industriell geprägten Flächen öffentliche Räume entstehen können, die soziale, kulturelle und ökologische Funktionen miteinander verbinden. Als Teil eines größeren Ganzen fügt sich das Areal in ein feinmaschiges Geflecht aus grüner Infrastruktur, stadträumlicher Identität und nachhaltiger Mobilität – und liefert damit ein starkes Argument für den Wert integrativer Stadtentwicklungsprozesse.

Im Auftrag von:

Gefördert durch:

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